1887 Gründung einer kleinen Metallwarenfabrik am 01. April 1887 durch Carl August Bauch. Erste Produkte waren Staufferbüchsen, Drosselklappen und Schmierapparaturen.

1900 Beginn der Produktion von Dampfarmaturen. Diese bilden neben den Heizungsarmaturen Anfang des 20. Jahrhunderts die Hauptproduktzweige des Unternehmens. Um von Zulieferungen unabhängig zu werden, wird 1927 eine moderne Gießerei und 1935 eine eigene Presserei errichtet.

1936 Die Roßweiner Metallwarenfabrik hat sich zur Nr. 1 in Deutschland für die Herstellung leichter Dampf- und Heizungsarmaturen sowie Absperrarmaturen für Wasser, Dampf und Öl entwickelt. Diese Entwicklung dokumentiert auch eine Vielzahl an patentrechtlich geschützten Erfindungen, die in der RMF entstanden sind.
Die Produkte sind inzwischen weit über Deutschlands Grenzen erfolgreich und gefragt.
Im Werk arbeiten rund 700 Mitarbeiter.

1945 Nach Ende des 2. Weltkrieges erfolgt die restlose Demontage der Roßweiner Metallwarenfabrik durch die sowjetische Besatzungsmacht.

1948-1950 Das Werk wird enteignet und in einen "volkseigenen" Betrieb umgewandelt.

1950-1989 Mit über 1.000 Mitarbeitern entwickelt sich das inzwischen umbenannte "VEB Armaturenwerk Roßwein" zum führenden Hersteller von Ventilen, Schiebern und Hähnen in den Ostblockstaaten. Die Produkte kommen in allen Wirtschaftszweigen zum Einsatz, vorwiegend in den Energie- und Versorgungsbereichen, in der chemischen Industrie und im Schiffbau.
In der ehemaligen DDR kommt jeder im täglichen Leben mit Auslauf- oder Thermostatventilen vom "VEB ARO" in Berührung.

1990-1992 Die Wende in Deutschland und die Wiedervereinigung stellt auch das Werk vor neue Herausforderungen der freien Marktwirtschaft. Innerhalb kürzester Zeit wird das Werk nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten neu strukturiert.
Die Produkte werden den gültigen DIN-Normen angepasst und entsprechend zertifiziert. Am 22. Mai 1992 wird der Treuhandbetrieb privatisiert. Der neue Name ist nun "Rossweiner Armaturen und Messgeräte GmbH".

1996 Das Unternehmen wird an die Firma Simplex Wilfer GmbH, einen namhaften Armaturenhersteller aus Süddeutschland verkauft. Es wird ein gemeinsamer Vertriebsbund gegründet. Die ROSSWEINER Armaturen und Messgeräte GmbH hat inzwischen zu einem anerkannten Lieferanten für Heizungs- und Trinkwasserarmaturen sowie Wasser- und Wärmezähler entwickelt. Das Unternehmen gründet eine Tochtergesellschaft in Polen.

1998 Die ROSSWEINER ARMATUREN UND MESSGERÄTE GmbH & Co. werden erneut verkauft an die niederländische Aalberts Industries N.V.. Das Unternehmen wird neben weiteren führenden Herstellern der europäischen Armaturenindustrie Mitglied in der Flow Controls Group der Aalberts Industries.
Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe sichert ROSSWEINER eine weitere positive Geschäftsentwicklung in einem stagnierten Baugewerbe.

2002 Das Unternehmen wird vom "Jahrhunderthochwasser" der Freiberger Mulde schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Durch den aufopferungsvollen Einsatz der Mitarbeiter und Helfer sowie die Unterstützung durch die Aalberts Industries gelingt es in kurzer Zeit, die Lieferfähigkeit wieder herzustellen.

Sicherlich wird auch die Zukunft für ROSSWEINER weiter eine interessante Geschichte schreiben. Was man jedoch schon jetzt mit Sicherheit sagen kann ist, dass wir auch weiterhin ein zuverlässiger Partner des Fachhandels und der Industrie mit qualitativ hochwertigen Produkten bleiben.